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Smart Meter: Wer ihn bekommt und was er kostet

Ein intelligentes Messsystem ist ein digitaler Zähler mit Kommunikationseinheit. Ob du eins bekommen musst und was es höchstens kosten darf, regelt das Messstellenbetriebsgesetz. Trag deine Werte ein, dann siehst du deinen Fall.

Maßgeblich ist der Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Installierte Leistung laut Anmeldung. Ein Balkonkraftwerk liegt weit unter der Schwelle von 7 kW.

Du bist kein Pflichtfall: Der Messstellenbetreiber darf ein intelligentes Messsystem einbauen, muss aber nicht.

Baut er es ein, darf er dir höchstens 30 € im Jahr berechnen; insgesamt sind es höchstens 60 €, davon bis zu 30 € berechnet er dem Netzbetreiber.

Du kannst den Einbau auch verlangen: Dann muss er innerhalb von 4 Monaten erfolgen. Für den Einbau auf Wunsch darf einmalig ein Entgelt anfallen; bis 100 € gilt es laut Bundesnetzagentur als angemessen.

Zum Vergleich: Eine moderne Messeinrichtung, also ein digitaler Zähler ohne Kommunikationseinheit, darf höchstens 25 € im Jahr kosten.

Preisobergrenzen im Überblick

Höchstbeträge pro Jahr und Messstelle, brutto, seit 1. Januar 2025 (§ 30 MsbG). Treffen mehrere Fälle zu, gilt der höchste.

FallFür dichInsgesamt
Mehr als 100.000 kWh oder mehr als 100 kWangemessenangemessen
Mehr als 50.000 bis 100.000 kWh oder mehr als 25 bis 100 kW140 €220 €
Mehr als 20.000 bis 50.000 kWh oder mehr als 15 bis 25 kW110 €190 €
Mehr als 10.000 bis 20.000 kWh, Vereinbarung nach § 14a EnWG oder mehr als 7 bis 15 kW50 €130 €
Mehr als 6.000 bis 10.000 kWh40 €120 €
Alle anderen (optionaler Einbau)30 €60 €

Wozu ein intelligentes Messsystem gut ist

Mit einem intelligenten Messsystem misst der Zähler jede Viertelstunde. Erst damit kannst du einen dynamischen Stromtarif nutzen, der jede Stunde den Börsenpreis abrechnet; seit 2025 muss jeder Stromanbieter dir dann einen anbieten (§ 41a Abs. 2 EnWG).

Häufige Fragen

Wer muss einen Smart Meter bekommen?
Ein intelligentes Messsystem ist Pflicht ab 6.000 kWh Jahresverbrauch, mit einer Vereinbarung nach § 14a EnWG (etwa für Wärmepumpe oder Wallbox) und für Anlagen mit mehr als 7 kW. Für alle anderen entscheidet der Messstellenbetreiber.
Was kostet ein Smart Meter?
Im Pflichtfall darf er dich je nach Verbrauch oder Anlage höchstens 40 bis 140 € im Jahr kosten, ohne Pflicht höchstens 30 €. Eine moderne Messeinrichtung ohne Kommunikationseinheit kostet höchstens 25 € im Jahr.
Kann ich einen Smart Meter verlangen?
Ja. Seit 2025 muss der Messstellenbetreiber ihn auf Wunsch innerhalb von vier Monaten einbauen. Einmalig darf ein Entgelt anfallen; bis 100 € gilt es laut Bundesnetzagentur als angemessen.
Was ist der Unterschied zwischen moderner Messeinrichtung und intelligentem Messsystem?
Die moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Zähler. Mit einer Kommunikationseinheit, dem Smart-Meter-Gateway, wird daraus ein intelligentes Messsystem, das Viertelstundenwerte überträgt.
Brauche ich einen Smart Meter für einen dynamischen Stromtarif?
Ja, ein intelligentes Messsystem. Hast du eins, muss dir jeder Stromanbieter einen dynamischen Tarif anbieten (§ 41a Abs. 2 EnWG).

Quellen: Messstellenbetriebsgesetz (§§ 29, 30, 32, 34), Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur kann andere Preisobergrenzen festlegen (§ 30 Abs. 6). Stand 10. Oktober 2026. Ein Überblick, keine Rechtsberatung; maßgeblich ist das Preisblatt deines Messstellenbetreibers.