CentCheck

Balkonkraftwerk: Lohnt es sich bei dir?

Ein Balkonkraftwerk spart nur den Strom, den du selbst verbrauchst, während die Sonne scheint. Der Rechner simuliert dafür jede Viertelstunde eines Jahres mit dem gemessenen Verbrauch echter Haushalte und Wetterdaten aus fünf Jahren. Das Ergebnis ist eine Schätzung mit Spanne, keine Zusage. Gerechnet wird in deinem Browser, gespeichert wird nichts.

Bundesland

Gerechnet mit dem Wetter in Düsseldorf.

Montage
Ausrichtung

Summe der Module, z. B. 2 × 450 Wp = 900 Wp. Der Wechselrichter liefert höchstens 800 W.

Steht auf deiner Jahresabrechnung.

Vorbelegt mit dem Durchschnittspreis inklusive Grundpreis. Gespart wird aber nur der Arbeitspreis: Trag den von deiner Rechnung ein.

Dann siehst du, nach wie vielen Jahren sich das Gerät bezahlt hat.

Nutzbare Kapazität; 0 für ein Gerät ohne Speicher.

Rechnet …

Wetter und Ertrag: PVGIS (Europäische Kommission), Jahre 2019 bis 2023, 14 % Systemverluste. Verbrauch: WPuQ, Schlemminger, Ohrdes, Schneider, Knoop (Institut für Solarenergieforschung Hameln), Lizenz CC BY 4.0; von uns auf den Jahresverbrauch umgerechnet und mit den PVGIS-Erträgen simuliert. Strompreis: Durchschnitt aller Haushalte, 1. Halbjahr 2026, Destatis. PVGIS © Europäische Union, 2001–2026.

Wie viel ein Balkonkraftwerk in deinem Bundesland liefert

Ertrag pro Jahr mit 900 Wp Modulleistung und 800-W-Wechselrichter, nach Süden ausgerichtet. Die Ersparnis gilt für einen Haushalt mit 2.500 kWh im Jahr, ohne Speicher, bei 37,97 ct/kWh (Durchschnittspreis inklusive Grundpreis); die Spanne umfasst 8 von 10 gemessenen Haushalten.

BundeslandAm GeländerAufgeständertErsparnis am Geländer
Baden-Württemberg (Stuttgart)730 kWh1.030 kWh153 € – 187 €
Bayern (München)740 kWh1.040 kWh154 € – 189 €
Berlin690 kWh960 kWh149 € – 182 €
Brandenburg (Potsdam)690 kWh960 kWh148 € – 182 €
Bremen660 kWh910 kWh145 € – 177 €
Hamburg640 kWh900 kWh143 € – 175 €
Hessen (Wiesbaden)700 kWh1.000 kWh149 € – 183 €
Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin)650 kWh910 kWh144 € – 177 €
Niedersachsen (Hannover)660 kWh930 kWh145 € – 178 €
Nordrhein-Westfalen (Düsseldorf)680 kWh950 kWh147 € – 180 €
Rheinland-Pfalz (Mainz)710 kWh1.020 kWh151 € – 185 €
Saarland (Saarbrücken)690 kWh990 kWh148 € – 181 €
Sachsen (Dresden)700 kWh980 kWh150 € – 184 €
Sachsen-Anhalt (Magdeburg)700 kWh980 kWh150 € – 184 €
Schleswig-Holstein (Kiel)650 kWh910 kWh144 € – 176 €
Thüringen (Erfurt)680 kWh960 kWh148 € – 181 €

Was Ausrichtung und Neigung ausmachen

Ertrag pro Jahr mit 900 Wp in Kassel. Ost und West liefern weniger als Süd, dafür morgens oder abends, wenn viele Haushalte mehr verbrauchen.

AusrichtungAm Geländer (senkrecht)Aufgeständert (35°)Fast flach (15°)
Ost470 kWh750 kWh780 kWh
Südost620 kWh880 kWh850 kWh
Süd660 kWh930 kWh880 kWh
Südwest610 kWh880 kWh850 kWh
West460 kWh740 kWh780 kWh

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

900 Wp aufgeständert nach Süden in Kassel, Haushalt mit 2.500 kWh im Jahr, bei 37,97 ct/kWh. Mittlerer gemessener Haushalt; die Speicherwerte sind Höchstwerte. Je größer der Speicher, desto weniger bringt jede zusätzliche kWh.

SpeicherSelbst genutztAnteilErsparnis pro Jahr (Spanne)Mehr als ohne Speicher (höchstens)
ohne540 kWh58 %205 € (181 € – 224 €)–
1 kWh740 kWh82 %283 € (267 € – 296 €)+78 €
2 kWh830 kWh93 %317 € (304 € – 326 €)+112 €
3 kWh870 kWh97 %330 € (317 € – 337 €)+126 €
4 kWh880 kWh98 %333 € (321 € – 339 €)+129 €

Höchstwerte ohne den Standby-Verbrauch des Speichers: Jedes Watt Dauerverbrauch kostet rund 8,8 kWh (3,33 €) im Jahr und geht von der Mehr-Ersparnis ab. Angenommen ist ein Speicher, der genau den Verbrauch nachregelt, mit 90 % Wirkungsgrad.

So rechnen wir

Den Ertrag liefert PVGIS, das Solarstrom-Werkzeug der Europäischen Kommission: Stunde für Stunde aus Satellitendaten der Jahre 2019 bis 2023, für die Landeshauptstadt deines Bundeslands und die gewählte Ausrichtung. Darüber hinaus begrenzt der Wechselrichter die Leistung auf 800 W.

Den Verbrauch liefern Messungen: der Haushaltsstrom von 27 Einfamilienhäusern in Niedersachsen, Viertelstunde für Viertelstunde im Jahr 2019 (Datensatz WPuQ des Instituts für Solarenergieforschung Hameln; nur Häuser ohne eigene Solaranlage und mit lückenlosen Messwerten). Jeder Haushalt wird auf deinen Jahresverbrauch umgerechnet. Dann zählt für jede Viertelstunde: Was die Module liefern und der Haushalt gleichzeitig braucht, ist selbst genutzt; der Rest geht ins Netz. Gezeigt werden der mittlere Haushalt und die Spanne, in der 8 von 10 Haushalten liegen.

Viertelstundenwerte glätten kurze Spitzen wie Wasserkocher oder Backofen, und innerhalb einer Stunde ist die Sonne gleichmäßig angenommen. Beides lässt den selbst genutzten Anteil eher etwas zu hoch erscheinen. Die gemessenen Haushalte wohnen in Einfamilienhäusern; in einer Wohnung kann der Tagesverlauf anders sein. Wer tagsüber zu Hause ist oder Geräte mittags laufen lässt, nutzt mehr selbst.

Den eingespeisten Strom rechnen wir mit null: Ein Balkonkraftwerk bekommt in der Regel keine Einspeisevergütung.

Die Amortisation ist eine einfache Rechnung: Kaufpreis geteilt durch die Ersparnis pro Jahr. Nicht eingerechnet sind Preisänderungen beim Strom, nachlassende Module, Wartung und Ersatzteile.

Was erlaubt ist

In Deutschland sind Steckersolargeräte mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung und 800 W Wechselrichterleistung erlaubt; die Grenzen gelten für alle Geräte an einem Anschluss zusammen. Du meldest das Gerät innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister an. Eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit Mai 2024 nur noch nötig, wenn du eine Einspeisevergütung willst. Mieter und Wohnungseigentümer haben seit 17. Oktober 2024 einen Anspruch darauf, dass Vermieter oder Eigentümergemeinschaft ein Steckersolargerät erlauben; über das Wie können sie mitreden.

Stand 9. Oktober 2026. Ein Überblick, keine Rechtsberatung.